Dettingen im Winter

Kurze Geschichte der Narrenzunft Dettingen

Mit der ihrer Vereinsgründung am 2. Dezember 1990 ist die Narrenzunft eine der jüngsten Dettinger Vereinigungen. Die Gründung des Vereins war sicher einer Folge der immer stärker werdenden Beliebtheit der Fasnet in Dettingen seit dem 2. Weltkrieg.

Fasnet an sich war in Dettingen schon im 16. Jahrhundert bekannt. Ob und wenn ja in welcher Form sie allerdings damals gefeiert wurde, lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren. Ein erster schriftlicher Nachweis der Dettinger Fasnet findet sich in der Dorfchronik von Ignaz Preyer aus dem Jahr 1876. Seit jener Zeit bestand die Dettinger Fasnet hauptsächlich aus einer Fleckenfasnet zu welcher sich die Kinder des Dorfes mit einem Kartoffel- oder Getreidesack unkenntlich machten und so lärmend und schreiend durch die Gemeinde zogen. Diese Art der Fasnet hielt sich übrigens bis Anfang der achtziger Jahre in Dettingen und viele Aktive der heutigen Narrenzunft haben noch selbst aktiv daran teilgenommen. Ein organisierte Fasnet kam in Dettinger Mitte der fünfziger Jahre auf als der TSV Dettingen regelmäßig einen Umzug am Fasnetssamstag sowie Abendveranstaltungen mit Fasnetspredigt am Fasnetssamstag und Fasnetsmontag durchführte.

Rammertweible beim Umzug

Mit der Gründung der Narrenzunft übernahm diese nun mehr und mehr das fasnetliche Geschehen in Dettingen. Musste das Häs im ersten Jahr aufgrund des Golfkrieges auch noch in den Schränken verbringen so startete man doch mit 30 aktiven Hästrägerinnen und Hästrägern in die Saison 1992. Das Jahr ohne Fasnet (1991) waren die Mitglieder der Zunft jedoch nicht untätig gewesen. So wurden mit dem Maifest am 1. Mai,, als auch dem Waldfest im August, zwei in der Zwischenzeit beliebte Dettinger Hocketsen ins Leben gerufen. So ganz nebenbei konnte beim ersten Waldfest auch schon das 100. Mitglied aufgenommen werden.

Im Jahr 1993 wurde dann der Gründungsumzug der Dettinger Zunft veranstaltet. Zu diesem erstmals von der Zunft organisierten Zug konnte man mehr als 700 Hästräger in Dettingen begrüßen. Die Zahl der Hästräger als auch die Zahl der Zuschauer stieg in den Folgejahren kontinuierlich an und erreichte im Jubiläumsjahr 2000 ihren Höhepunkt mit 4500 Hästrägern und wohl an die 10.000 Zuschauern.

Neben den Umzügen wurden aber auch weitere fasnetliche Aktivitäten ins Leben gerufen: Maskenabstauben, Narrenbaumstellen, Fleckenwecken, Rathausstürmung, Schülerbefreiung, Narrentaufe, Narrenbaumversteigerung und Fasnetsverbrennung gehören nun zum Dettinger Kulturkalender.

Ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war der Bau des Zunfthauses. Nach jahrelanger Vorbereitung konnte man im Herbst 1999 in nur zwölfwöchiger Bauzeit den neuen Bau mit Probe- als auch Lagerräumen auf dem alten Sportplatz errichten. Dies war nur möglich dank der über 2500 Arbeitsstunden der Mitglieder des Vereins.

Im Jahr 2000 feierte die Zunft im Rahmen eines 3-tägigen Festes ihr 10-jähriges Bestehen. Ähnliche Veranstaltungen wurden auch beim 15- und 20-jährigen Bestehen durchgeführt.

Der Verein hat heuer fast 350 Mitglieder. Davon werden über 100 als Aktive geführt. Hinzu kommen noch über 40 Kinder die das Häs der Dettinger Zunft tragen.

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